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Jürgen Meyer Garten- und Landschaftsbau
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Bauwerks­­abdichtung

Dauerhafter Schutz vor Feuchtigkeit

Bitumenfreie Abdichtung

Bitumenfreie Dickbeschichtung

Um ein angenehmes Raumklima gewährleisten zu können, muss die Außenwand eines Gebäudes trocken sein und durch adäquate Abdichtungen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Die Abdichtungen müssen zuverlässig sein, damit sich kein Schimmel ausbreitet.

Für den Bauwerks­schutz eignen sich aufgrund ihrer abdichtenden und Wasser abweisenden Eigen­schaften Abdichtungen auf Bitumen­basis sowie auf einer neuen Bindemittel-­Technologie basierende bitumenfreie Abdichtungs­massen.

Drainage für Gebäude in Hanglage

Probleme treten auf, wenn anfallendes Wasser nicht ungehindert ablaufen kann, z.B. bei wenig durchlässigen Böden und bei Gebäuden in Hanglagen. In diesen Fällen reicht eine Bauwerksabdichtung allein nicht aus. Abhilfe schafft eine funktionssichere Dränage.

Überall dort, wo erdberührte Bauteile drückendem Wasser (hoher Grundwasserspiegel, der hydrostatischen Druck auf das Gebäude ausüben kann) ausgesetzt sind, sind spezielle wannenartige Konstruktionen erforderlich.

Folgende Materialien kommen zum Einsatz

Bituminöse Abdichtungen bieten vertikalen und horizontalen Bauteilen sicheren und dauerhaften Schutz vor Bodenfeuchte, nichtstauendem und aufstauendem Sickerwasser und nichtdrückendem Wasser bei mäßiger Beanspruchung. Einige Produkte schützen sogar vor drückendem Wasser.

Neben Bitumenanstrichen werden auch selbstklebende Bitumenbahnen eingesetzt. Sie eignen sich zur Abdichtung erdberührter Kellerwände und Bodenplatten sowie zur Abdichtung waagerechter und geneigter Flächen im Freien, wie z.B. Balkone, Dachloggien, Terrassen und Garagenflachdächer. Im Innenbereich können sie zur Abdichtung von Wand- und Bodenflächen in Nassräumen verwendet werden.

Eine relativ neue Entwicklung sind umweltfreundliche, bitumenfreie Dickbeschichtungen, die auf einer neuen Bindemitteltechnologie basieren. Sie sind vielseitig einsetzbar und schon nach kürzester Zeit regensicher und belastbar. Lange Warteiten können somit entfallen.

Kellerabdichtung

Selbstklebende Abdichtung

Die neue Abdichtungsnorm DIN 18533 für erdberührte Bauteile

Seit Mitte des Jahres 2017 gelten neue Abdichtungsnormen DIN 18531 bis 18535, welche die alte DIN 18195 ersetzen. Die bauteilbezogene Gliederung schafft eine bessere Übersicht und erleichtert die praktische Anwendung. So ist die „Abdichtung erdberührter Bauteile“ jetzt in nur einer Norm zusammengefasst worden. Die Teile 4 bis 6 der alten Norm DIN 18195 fließen in die neue DIN 18533 ein.

DIN 18533 "Abdichtung von erdberührten Bauteilen"

Teil 1:
Teil 2:Teil 3:
Anforderungen, Planungs- und AusführungsgrundsätzeAbdichtung mit bahnenförmigen AbdichtungsstoffenAbdichtung aus flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen
grafik abdichtung

Im Teil 1 sind die Regeln aufgeführt, die für alle normgerechten Abdichtungsstoffe gelten. Teile 2 und 3 enthalten eine stoffspezifische Ergänzung. Darum kann man sie ausschließlich zusammen mit Teil 1 verwenden.

Bauwerksabdichtung gegen Wassereintritt

Die DIN 18533 „Abdichtung für erdberührte Bauteile“ definiert wie und mit welchem Material ein Gebäude gegen Feuchtigkeit und anfallendes Wasser unter Berücksichtigung vier verschiedener Problemstellungen (Lastfälle) zu schützen ist. Die Auswahl der richtigen Bauwerksabdichtung hängt entscheidend von der Zuordnung zu einem der folgenden Lastfälle ab.

Bodenfeuchtigkeit

Lastfall 1: Bodenfeuchtigkeit

Problemstellungen bei erdberührten Bauteilen - Lastfall 1: Bodenfeuchtigkeit

Situation:

Das Gebäude ist rundherum und bis unter das Fundament von einem nicht bindigen, gut durchlässigen Boden (Sand, Kies, Splitt) umgeben. Feuchtigkeit tritt nur in Form von Niederschlagswasser und kapillargebundener Bodenfeuchtigkeit auf und kann gut versickern.

Maßnahmen:

  • Abdichtung aller erdberührten Außenflächen bis 30 cm über Oberkante. Gelände mit einfachem Sperranstrich
  • Waagerechte Abdichtung zwischen Bodenplatte und Wänden bzw. zwischen 1. und 2. Steinreihe
  • Abdichtung auf gesamter Bodenplatte
Sickerwasser

Lastfall 2: Nicht stauendes Sickerwasser

Problemstellungen bei erdberührten Bauteilen - Lastfall 2: Nicht stauendes Sickerwasser

Situation:

Das Gebäude ist rundherum von einem bindigen, mittel bis wenig durchlässigen Boden umgeben. Feuchtigkeit tritt wie in Lastfall 1 nur in Form von Niederschlagswasser und kapillargebundener Bodenfeuchtigkeit auf.

Maßnahmen:

  • Abdichtung aller erdberührten Außenflächen bis 30 cm über Oberkante. Gelände mit einfachem Sperranstrich
  • Waagerechte Abdichtung zwischen Bodenplatte und Wänden bzw. zwischen 1. und 2. Steinreihe
  • Abdichtung auf gesamter Bodenplatte
  • zusätzlich Verlegung einer Drainage (Ringdrainage + Drainelementen im Wandbereich), die den Ablauf von anfallendem Wasser ins Grundwasser dauerhaft ermöglicht
Staunässe

Lastfall 3: Aufstauendes Sickerwasser

Problemstellungen bei erdberührten Bauteilen - Lastfall 3: Aufstauendes Sickerwasser

Situation:

Dieser Lastfall geht von einem bindigen, wenig durchlässigen Boden bzw. einer nicht funktionierenden Drainage aus. Feuchtigkeit tritt zeitweise in Form von drückendem Wasser auf, das einen hydrostatischen Druck auf das Gebäude ausübt. Der über einen längeren Zeitraum gemessene Grundwasserstand ist mindestens 30 cm unter der Unterkante Kellersohle. Die maximale Gründungstiefe beträgt 3,0 m unter Geländeoberkante.

Maßnahmen:

Wannenartige Ausbildung der erdberührten Bauteile durch Flächenabdichtung oder Kombination aus WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) und Bitumen-Dickbeschichtung an Bauteilübergängen und Fugen.

Drückendes Wasser

Lastfall 4: Drückendes Wasser

Problemstellungen bei erdberührten Bauteilen - Lastfall 4: Drückendes Wasser

Situation:

Erdberührte Gebäudeteile sind unabhängig von der Bodenart drückendem Wasser ausgesetzt (hoher Grundwasserstand, Schichtenwasser). Der langfristig gemessene Grundwasserstand ist weniger als 30 cm unter der Unterkante Kellersohle.

Maßnahmen:

Wie in Lastfall 3, jedoch mit dem Unterschied, dass drückendes Wasser nicht nur zeitweise auftritt. Auch wenn der Einsatz von kunststoffmodifizierten Bitumen-Dickbeschichtungen in diesem Fall nicht vorgesehen ist - in der Praxis werden sie seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Im Bedarfsfall muss mit dem Ausführenden und dem Bauherren eine gesonderte Vereinbarung getroffen werden.

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